Bank für Sozialwirtschaft
Wissenswertes rund um die Beschäftigung:


Förderungs- und Betreuungskosten (Werkstattkosten):
Die Förder- und Betreuungskosten werden im Berufsbildungsbereich durch die Agentur für Arbeit, den zuständigen Rentenversicherungsträger oder in Einzelfällen durch die Berufsgenossenschaften übernommen.
Im Arbeitsbereich werden die Kosten individuell über den Hilfebedarf der einzelnen Klienten i.d.R. durch den Landeswohlfahrtsverband Hessen gezahlt. Dem Klienten selbst entstehen durch eine Beschäftigung oder Betreuung in einer Werkstatt für behinderte Menschen keine Kosten.

Sozialversicherung:
Die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge werden für
Klienten die in unseren Werkstätten im Berufsbildungsbereich oder später im Arbeitsbereich beschäftigt sind, von den zuständigen Kostenträgern übernommen.
Nach einer Beschäftigung von 20 Jahren haben die Klienten in der Regel einen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

Klienten der Tagesförderstätten werden, wenn möglich, weiterhin familienpflichtversichert. Sozialversicherungsbeiträge werden in diesem Falle nicht gezahlt, somit entfällt auch der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

Arbeitszeit:
Die Arbeitszeit richtet sich grundsätzlich nach dem Leistungsvermögen der Klienten und beträgt bei einer Vollzeitbeschäftigung im Arbeitsbereich mindestens 32 Wochenstunden, sowie bei einer Teilzeitbeschäftigung mindestens 17,5 Wochenstunden. Kernarbeitszeit der Werkstätten ist von Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr – 15:30 Uhr und freitags bis 13:30Uhr

Urlaub:
Der Urlaubsanspruch der Klienten beträgt 30 Tage. Des Weiteren werden 5 Tage Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen nach § 125 SGB IX gewährt.

Fahrdienst:
Für die Organisation des Arbeitswegs ist die Werkstatt verantwortlich. Je nach individueller Fähigkeit des Klienten können der Fahrdienst oder aber öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. In diesem Falle werden die Fahrtkosten durch die Werkstatt übernommen.

Mittagessen:
Das Mittagessen ist in den Betreuungskosten enthalten und wird durch die Werkstatt bereitgestellt.

Einkünfte / Verdienst (Entgelt):
Die Einkünfte im Berufsbildungsbereich sind abhängig vom zuständigen Kostenträger.

Wird die Berufsbildungsmaßnahme durch den Rentenversicherungsträger gezahlt besteht ein Anspruch auf Übergangsgeld. Bei Bezug von Erwerbsminderungsrente und einem Übergangsgeldanspruch wird die Rente auf das Übergangsgeld angerechnet.

Das Arbeitsentgelt im Arbeitsbereich wird individuell und leistungsangepasst gezahlt.

Zusätzliche Leistungen (Grundsicherung):
Zusätzlich zu den Einkünften / Verdiensten der Werkstatt, können die Klienten zur Deckung des Lebensunterhaltes Grundsicherung nach SGB XII für erwerbsgeminderte Personen beantragen.